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Aktuell  03.04.2014 (Archiv)

Gesundheit: Apps selten sinnvoll

Unter den rund 40.000 Gesundheits-Apps in den App Stores sind nur etwa 40 Prozent tatsächlich in Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen zu bringen und patientenorientiert. Das hat eine Analyse des IMS Institute for Healthcare Informatics gezeigt.

Davon bieten wiederum nur zwei Drittel dem Patienten seriöse medizinische Informationen. Laut der U.S. Food and Drug Administration (FDA) werden 2015 bereits 500 Mio. Menschen weltweit Gesundheits-Apps nutzen. Jedoch schreibt der Arzt Kevin Pho in USA Today: 'Obwohl die Apps vielversprechend sind, bin ich nicht dazu bereit, sie meinen Patienten zu empfehlen.' In Amerika reguliert die FDA zwar Apps, die der Definition eines medizinischen Geräts entsprechen - zum Beispiel, wenn das Handy als EKG-Gerät verwendet werden kann. Aber sehr viele Apps fallen nicht in diese Kategorie.

Pho berichtet, dass die Gefahr für falsche Diagnosen hoch ist. So lagen drei von vier Apps bei der Diagnose von Melanomen in 30 Prozent der Fälle daneben - und ließen ein Melanom als Muttermal durchgehen. Zudem arbeiten viele Apps nicht mit wissenschaftlichen Daten - bei mit Krebs in Verbindung stehenden Apps war das bei der Hälfte der Fall. Zudem zeigt eine Studie, dass nur 13 von 49 Apps zum Umgang mit einer bestimmten Gefäßkrankheit tatsächlich einen Mediziner bei der App-Entwicklung herangezogen hatten.

Letztlich sind auch Datenschutzrechte ein Thema bei Gesundheits-Apps. Pho nennt eine Untersuchung von Privacy Rights Clearinghouse, die ergeben hat, dass 72 Prozent der Gesundheits-Apps in Bezug auf Datenschutz und Wahrung der Privatsphäre bedenklich sind.

pte/red

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#Apps #Smartphones #Gesundheit #Datenschutz #Studie



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