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Leben und Psyche  20.08.2019 (Archiv)

#metoo, Medien und Männer

Die mediale Berichterstattung über die #MeToo-Debatte und die daraus resultierende 'Time's Up'-Bewegung sind trotz Empathie für die Opfer sexueller Belästigung eher schädlich, da sie betroffene Frauen schwächer als die mutmaßlichen Täter darstellen.

Das ergibt eine Studie der Carnegie Mellon University . 'Das Ziel der Bewegung ist es, Frauen zu ermächtigen, aber unserer Computeranalyse zufolge passiert das in den Nachrichten nicht', meint Studienleiterin Yulia Tsvetkov.

'Studien zeigen zum einen, dass #MeToo Opfern sexueller Belästigung eine Stimme geben konnte, die vorher zum Thema geschwiegen hatten. Sie konnten sich so aus der sozialen Stigmatisierung befreien und emotionalen und sozialen Support erhalten. Gleichzeitig zeigen die Studien aber auch, dass #Metoo online zu weiterer Belästigung geführt hat', sagt Laura Loths von der Universität Hohenheim im Bereich Wirtschafts- und Organisationspsychologie gegenüber pressetext. Loths zufolge sind betroffene Frauen durch den medialen Diskurs in eine Opferrolle geraten, aus der sie sich befreien müssen.

Das Forscher-Team hat mithilfe linguistischer Datenverarbeitung untersucht, welche Verben in der #MeToo-Berichterstattung im Kontext von Macht, Handlungsfähigkeit und auch Gefühlsempfindungen seitens der Medien verwendet wurden. So wollten sie ermitteln, als wie stark die Akteure der #MeToo-Debatte von Medien gezeigt werden. Insgesamt haben die Forscher 27.602 Artikel aus 1.576 verschiedenen Medien analysiert.

Es stellte sich heraus, dass Männer in der Berichterstattung deutlich mächtiger wirken als Frauen, auch wenn sie schon sexueller Übergriffe bezichtigt wurden. Positive Gefühlsempfindungen sind weniger auf die Betroffenen gerichtet als auf Akteure, die nicht direkt in die Anklagen involviert sind. Dazu zählen Aktivisten, Journalisten oder Prominente, die sich zu der Debatte äußern, wie beispielsweise Oprah Winfrey.

Laut Tsvetkov müssen Medien mehr Vorsicht walten lassen, wenn sie über Themen wie #MeToo berichten. Der Rahmen, in den sie Betroffene setzen, bestimme nämlich, wie die Öffentlichkeit sie wahrnimmt. 'Journalisten können sich aussuchen, welche Narrative sie hervorheben, um bestimmte Darstellungen von Menschen zu unterstützen. Sie können eine Bewegung wie #MeToo ermutigen oder untergraben', gibt die Forscherin zu bedenken.

Die Rolle der Männer

Die Empathie von Männern für andere Geschlechtsgenossen, die Frauen sexuell belästigen, könnte laut einer Studie unter der Leitung der University of Exeter erklären, warum sie eher die Opfer für Vorfälle verantwortlich machen. Die auf zwei Studien basierende Analyse hat die Reaktion von Menschen verglichen, nachdem sie über einen Fall sexueller Belästigung gelesen hatten.

In der ersten Studie zeigten Männer und Frauen das gleiche Ausmaß an Empathie für das weibliche Opfer. Die größere Empathie der Männer für den männlichen Täter erklärte jedoch, warum sie wahrscheinlicher als Frauen dem Opfer die Schuld für den Vorfall gaben. Bei der zweiten Studie handelte es sich um ein Experiment, bei dem Personen ersucht wurden, sich auf die Sichtweise des Mannes oder der Frau zu konzentrieren, bevor sie die gleiche Info lasen. Männer und Frauen, die sich auf den Standpunkt des Täters fokussierten, zeigten mehr Mitgefühl für ihn und gaben dem Opfer mehr Schuld.

Laut den Experten heben diese Forschungsergebnisse die dunkle Seite der Empathie hervor. Laut Forschungsleiterin Renata Bongiorno fürchten sich Frauen trotz #MeToo immer noch vor den negativen Auswirkungen einer Beschwerde über sexuelle Belästigung. 'Viele Frauen erleben eine Haltung, vor allem von Männern, die dem Opfer die Schuld geben. In unserer Studie war das Ausmaß der Schuldzuweisung nicht groß. Es war jedoch in Einklang mit früheren Studien bei Männern stärker ausgeprägt als bei Frauen.'

Laut Bongiorno wird allgemein angenommen, dass das Fehlen des Mitgefühls für das Opfer erklärt, warum Menschen ihm die Schuld geben. 'Wir haben herausgefunden, dass die Empathie für den männlichen Täter eine konsistentere Erklärung für die Unterschiede in der Schuldzuweisung darstellt.' Medienberichte über sexuelle Belästigung konzentrierten sich oft auf den Standpunkt der männlichen Täter und die möglichen Probleme, als Schuldiger bezeichnet zu werden. Die in 'Psychology of Women Quarterly' veröffentlichten Ergebnisse zeigten jedoch, wie schädlich diese Haltung für die weiblichen Opfer sei.

pte/red

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#Studie #Frauen #Belästigung



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