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Sport-Fit-Well  15.08.2019 (Archiv)

Blutdruck aus dem Selfie ablesen

Forscher der University of Toronto haben zusammen mit Kollegen der Hangzhou Normal University eine Methode zur Messung des Blutdrucks anhand eines Selfie-Videos entwickelt.

Benötigt wird lediglich eine kurze Videosequenz, aufgenommen mit dem eigenen Smartphone. Laut Erstautor Kang Lee, der in Toronto forscht und lehrt, beruht das Messprinzip auf der Änderung des Blutflusses, den die optischen Sensoren der Kamera aufgrund des Umgebungslichts, das die Haut durchdringe, wahrnehmen. Die Forscher haben mit ständig gleichbleibendem Umgebungslicht gearbeitet und ausschließlich ihre Technologie an weißen Europäern und hellhäutigen Chinesen getestet. Ob das Verfahren auch bei Dunkelhäutigen funktioniert, ist noch nicht erwiesen.

Bestimmt wurde der Blutdruck von 1.328 Probanden, von denen je ein zweiminütiges Video angefertigt wurde. Sie setzten ein iPhone ein und verglichen die so gewonnenen Werte des systolischen und diastolischen Drucks sowie den Puls mit den Daten, die sie mit einem klassischen Messgerät erfassten. Im Schnitt erreichten sie eine Übereinstimmung der Werte von 95 respektive 96 Prozent. Diese Genauigkeit entspreche internationalen Anforderungen. Ehe diese Präzision erreicht wurde, musste die Auswerte-Software einen längeren Lernprozess absolvieren.

Ob das Verfahren auch funktioniert, wenn das umgebende Licht nicht genormt ist, also im Alltag, muss sich noch herausstellen. Lee ist allerdings sicher, dass es funktioniert. Sein Ziel ist es, das Verfahren alltagstauglich zu machen. Dazu dienen auch Tests mit verkürzten Videosequenzen. Der Neurowissenschaftler strebt die 30-Sekunden-Marke an.

Viele Menschen wissen nicht, ob sie unter hohem Blutdruck leiden, weil sie nicht regelmäßig zum Arzt gehen. Nur bei Werten, die sich stark von der Norm unterscheiden, fühlt man sich unwohl oder gar krank. Doch schon kleinere Abweichungen können das Herz-Kreislauf-System belasten oder gar schädigen. Erkrankungen dieser Art sind die häufigste Todesursache. In Deutschland waren es 2017 fast 350.000 oder 37 Prozent aller Todesfälle. Ähnlich sieht es in anderen Ländern aus. Eine einfache Messmethode könnte die Gefahr schneller signalisieren.

Punktuelle Messungen sind zu wenig

Ein- oder zweimal am Tag den Blutdruck zu kontrollieren, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden, ist nicht sehr aussagekräftig, wie belgische Forscher der Katholischen Universität Löwen herausgefunden haben. Besser seien Langzeitmessungen, etwa über 24 Stunden. Die dabei erfassten Daten sagten weitaus mehr über eventuelle Komplikationen aus als Einzelmessungen.

Gemeinsam mit Kollegen aus mehreren Staaten haben Jan A. Staessen und Zhen-Yu Zhang über einen Zeitraum von 14 Jahren die Daten von 11.135 Probanden aus zwölf Ländern in Europa, Ostasien und Lateinamerika untersucht. 'Bisher wussten wir nicht, welche Art der Blutdruckmessung am besten geeignet ist, um Gesundheitsrisiken exakt zu erfassen', sagt Gladys Maestre von der medizinischen Fakultät der University of Texas.

Die Forscher haben automatische Geräte eingesetzt, die tagsüber 30 und nachts zehn Mal den Blutdruck maßen. Besonders wichtig waren die Nachtmessungen, weil sie unbeeinflusst waren von jeglichen Aktivitäten, die den Blutdruck beeinflussen. Denn diese Daten spiegelten den wahren Blutdruck wider. Sie verglichen diese Daten mit Werten, die sie bei sporadischen Messungen erfassten. Diese zeigten bei weitem nicht immer die wirkliche Situation an.

Hoher Blutdruck ist der wichtigste Risikofaktor für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der leicht zu behandeln ist. Trotzdem sterben jährlich zehn Mio. Menschen an den Folgen zu hohen Blutdrucks. Maestre plädiert dafür, die 24-Stunden-Messmethode häufiger als bisher anzuwenden. Auch aus Kostengründen sei das sinnvoll. Die Behandlung der Folgen von zu hohem Blutdruck, beispielsweise Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen oder Infarkte, sei weitaus teurer als die 24-Stunden-Methode.

Bluthochdruck ist weitverbreitet, so die Forscher. 30 Prozent der Erwachsenen leiden daran, oft unerkannt. Bei den über 60-Jährigen sind es schon 60 Prozent. Aus diesem Grund müsste die ambulante 24-Stunden-Messung routinemäßig eingesetzt werden, sagen die Forscher.

pte/red

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#Gesundheit #Blutdruck #Smartphone #Forschung



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