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Aktuell  04.02.2013 (Archiv)

Mit Laser mehr sehen

Seit rund 20 Jahren sind Laser-Operationen an und unter der Oberfläche der menschlichen Hornhaut eine gängige Methode, Sehschwächen zu korrigieren. Neue Methoden verbessern die Chancen weiter.

An ihre Grenzen stoßen solche Operationen allerdings, wenn das Auge deutlich über zehn Dioptrien oder eine sehr dünne Hornhaut hat. Dann bedarf es echter Spezialisten. Jetzt feiert eine neue Laser-Methode Furore, die Korrekturen nahezu unsichtbar unter der Oberfläche möglich macht, ohne vorher - wie bei der LASIK-Methode - eine Gewebe-Flappe (Epithel) abtragen zu müssen.

Bei der sogenannten ReLEx SMILE-Methode (Small-Incision Lenticule Extraction) wird das Gewebe zur Korrektur der Sehschwäche unter der Hornhaut-Oberfläche (Lentikel) entfernt und dann durch einen kleinen Zwei-Millimeter-Seitenkanal entfernt, der sich rasch wieder schließt. Dadurch bleibt die Hornhaut an der Oberfläche nahezu unverletzt und erspart Folgewirkungen wie trockene Augen oder Kratzen im Anschluss an die Operation. Gelasert wird durch die Oberfläche hindurch, der entsprechende Laser wurde von der deutschen Carl Zeiss Meditec entwickelt.

Prof. Dr. Dan Reinstein, medizinischer Direktor der London Vision Clinic und international anerkannter Laser-Chirurg, berichtet in den jüngsten wissenschaftlichen Publikationen von einem Durchbruch. Reinstein operiert mittlerweile nahezu 80 Prozent mit der SMILE-Methode, je nach Beschaffenheit des jeweiligen Auges knapp 20 Prozent mit LASIK. Die ältere PRK-Methode (Lasern an der Hornhautoberfläche) kommt nur noch selten zur Anwendung - auch wegen des langsameren Heilungsprozesses (von einer Woche) und erheblicher Beschwerden, die manche Patienten beklagen.

Dan Reinstein nennt gegenüber pressetext eine Reihe von Vorteilen, die SMILE für Patienten hat, in erster Linie sind es postoperative: bessere Verträglichkeit für die Hornhaut und die weniger trockenen Augen, da die oberen Nervenpartien intakt gelassen werden. Darüber hinaus bleibt mit der neuen Methode das starke obere Stromagewebe unversehrt und die biomechanische Stärke der Hornhaut damit voll intakt. Nicht zuletzt ist der minimal-invasive Laser-Eingriff attraktiv für Patienten, sagt Reinstein.

Der begeisterte Österreich-Fan und Hobby-Jazzsaxophonist Reinstein half bei der Entwicklung des MEL-80-Excimerlasers und VisuMax-Femtosekundenlasers von Carl Zeiss Meditec in Jena mit und verfügt über zahlreiche Patente auf dem Gebiet der refraktiven Chirurgie. Er ist regelmäßiger Referent bei wichtigen internationalen Konferenzen und Erfinder des 'Blended Vision'-Verfahrens zur gleichzeitigen Korrektur von Kurz- und Alterssichtigkeit, wodurch Brillen und Linsen selbst im Alter überflüssig sind.

pte/red

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#Gesundheit #Sehen #Auge #Laser #London #Behandlung #Sehschwäche


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