Zwar hat die Gerüchteküche fast vollständige Arbeit geleistet, aber im Endeffekt bleibt wenig Herausragendes über, wenn man das 'neue' iPad mit dem iPad 2 vergleicht. Klar, das Display ist eine Wucht und stellt mehr als FullHD dar. Über drei Megapixel am Bildschirm in 10 Zoll ist gigantisch.
Dass die Kamera nun mit 5 Megapixel auflöst und HD-Videos aufschnappt, ist logische Konsequenz. Und auch der Grafik-Prozessor wurde für die Auflösung verschnellert - aber nur der, die normale CPU ist entgegen der Gerüchte auch weiterhin 'normal'. Das Gerät bleibt bei der Performance insgesamt am gleichen Level, was hinsichtlich der Auflösung eine gute Leistung ist, aber eben auch kein Quantensprung für den User.
Gut aber, dass trotz Display und Grafik-CPU die Akkuleistung weiter für 10 Stunden reichen soll. Und auch die Dimension und das Gewicht bleiben bei der guten alten Tradition - nur knapp dicker und schwerer wird das neue iPad, vermutlich auch wegen der stärkeren Akkus.
Und war es das nun mit den Neuheiten, die aus einem iPad 2 'das neue iPad' werden lassen? Ja, eigentlich schon. Denn das vielgepriesene LTE/4G-Mobilfunkmodul, das das schnellste mobile Internet sogar als Hotspot via iPad in die Welt tragen soll, gibt es nicht bei uns. Zwar gibt es schon LTE im Lande, aber in Europa gelten andere Frequenzen als in den USA. Das schöne LTE des 'neuen iPad' funktioniert hier einfach nicht. Schade, das iPad wäre das ideale Gerät, um Nutzen aus schnellem Mobil-Internet zu ziehen.
Was trotz neuem iOs auch noch fehlt ist Siri als kompletter Assistent mit Sprachkommunikation - nur eine Art Spracherkennung zum Diktat ist enthalten. Sonst bleibt das neue iPad (3?) kompatibel zum ersten und zweiten iPad - auch die Erweiterungsschnittstelle ist noch wie gehabt vorhanden. Auch ein Umlernen bleibt aus, man fühlt sich sofort wieder zuhause.
Und so bleibt uns, das abschließende Urteil für das 'neue iPad' nüchtern so auszustellen: Apple hat das iPad 2 einer Erneuerung unterzogen, die sich weitgehend unmerkbar unter der Oberfläche abspielt oder hierzulande nicht merklich ist. Nur in einer Hinsicht wurde innovativ gearbeitet, denn das Display ist eine Wucht. Und so bleibt das iPad nicht nur Marktführer, sondern auch kurz und prägnant das beste Tablet am Markt, das es vorher schon war. Was will man mehr?
Ab 16.3. wird die erste Tranche ausgeliefert, die Produktionen laufen schon seit Wochen auf Hochtouren. Lieferbar wird das neue iPad also sein, die Preise und sonstigen Konfigurationen orientieren sich am iPad 2.